Länder-Briefing
Luxemburg
Luxemburgs Arbeitsmarkt ist hochgradig international: hohe Einkommen, mehr als die Hälfte der Beschäftigten pendelt aus den Nachbarländern ein — und die Lohnnebenkosten sind überraschend moderat.
Auf einen Blick
Wochenarbeitszeit
40 Std.Max. 10 Std./Tag, 48 Std./Woche
Urlaub & Feiertage
26 Tage + 11Feiertage am Wochenende werden nachgeholt
Einkommensteuer
8–42 %+ Beschäftigungsfonds-Zuschlag 7–9 % · nach Steuerklassen
Lohnnebenkosten (AG)
12–15 %Im EU-Vergleich sehr wettbewerbsfähig
Arbeitszeit & Urlaub
Die reguläre Vollzeitwoche beträgt 40 Stunden auf fünf Tage; maximal sind 10 Stunden täglich und 48 wöchentlich zulässig. Überstundenzuschläge sind unter Auflagen sogar einkommensteuerfrei.
Es gilt ein Mindesturlaub von 26 Werktagen plus 11 gesetzliche Feiertage — fällt einer auf einen Ruhetag, entsteht ein Nachholanspruch.
Anstellungsformen
Der unbefristete CDI ist Standard und bietet nach der Probezeit besonderen Kündigungsschutz. Der CDD ist nur für vorübergehende Aufgaben zulässig; Teilzeit ist arbeitsrechtlich voll gleichgestellt, Zeitarbeit streng geregelt.
Steuern auf Einkommen
Die progressiven Sätze reichen je nach Steuerklasse (1, 1a, 2) von 8 % bis 42 %, einbehalten direkt an der Quelle. Hinzu kommen der Zuschlag für den Beschäftigungsfonds (7 %, bei hohen Einkommen 9 %) und 1,4 % Pflegeversicherung.
Lohnnebenkosten
Mit typischerweise 12–15 % zusätzlich zum Brutto liegen die Arbeitgeberabgaben deutlich unter vielen EU-Nachbarn: Krankenversicherung ca. 3,05 %, Rente 8,00 %, Unfallversicherung im Schnitt 0,7 % plus kleine Umlagen.
Tarifverträge
Kollektivverträge — verhandelt von OGBL, LCGB und den Arbeitgeberverbänden — sind branchen- oder betriebsbezogen und dürfen nur bessere Bedingungen als das Gesetz festschreiben.
Ausländerbeschäftigung
Der Markt teilt sich in Ansässige und Grenzgänger: Mehr als die Hälfte der Beschäftigten pendelt täglich aus Frankreich, Deutschland und Belgien ein. EU-Bürger brauchen keine Arbeitserlaubnis; Drittstaatsangehörige benötigen einen Aufenthaltstitel mit Arbeitserlaubnis — mit Sonderregeln für Hochqualifizierte. Mehrsprachigkeit ist vor allem im Finanzsektor essenziell.
Stand 2026 · Alle Angaben sorgfältig recherchiert, ersetzen aber keine Einzelfall-Beratung. · Alle Länder